Der Hai Mythos

Über 50 Haiarten auf den Malediven zu finden.

Foto: Schwarzspitzen Riffhai - de.wikipedia.org

Der Hai - Mythos

Taucher & Tiger Hai
Quelle: bigmarinefish.com

Seit es Tourismus auf den Malediven gibt, hat es noch keinen Angriff eines Hais auf Schwimmer, Schnorchler oder Taucher gegeben. Um die Risiken einer Haibegegnung richtig einschätzen zu können, von den weltweit etwa 400 Haiarten leben nur 50 im Gebiet der maledivischen Inseln, lohnt es sich, das eine über dieses faszinierende Urtier zu wissen. Haie sind Jäger, aber nicht darauf programmiert, nach Menschen zu suchen, sondern unvorsichtige oder durch Alter oder Krankheit geschwächte Fische aus einem Schwarm oder dem Riff zu schnappen. Taucher, Schnorchler und Schwimmer müssen daher keine Angst vor den Raubfischen haben. Nur in wenigen Regionen des Pazifik leben Haiarten mit einem ausgeprägten Revierverhalten. Sie verjagen Eindringlinge, die als Futterkonkurrenten betrachtet werden. In diesen Gegenden sollten Taucher sich zurückziehen, wenn ein aggressiv wirkender Hai auftaucht. Trotz der uns Menschen gegenüber normalerweise passiven Verhaltensweise, gelten Haie als die Herrscher der Weltmeere. Immer wieder wird von Haiangriffe berichtet. Ein Grund für die möglicherweise zunehmende Aggressivität des Hais könnte die Überfischung der Weltmeere durch hoch technisierte Schleppnetzboote sein.

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Whale Hai
Quelle: travelingcanucks.com

Die Fischerei ist für den Hai eine ernsthafte Konkurrenz um seine Nahrungsquelle, zu der fast alle Fischarten gehören, die sich in den kilometerlangen Schleppnetzen verfangen. Werden die Haie hungriger und aggressiver?
Pro Jahr kommen weltweit etwa 5 bis 10 Menschen durch Haiangriffe ums Leben. Das sind weniger, als an manchem schönen Sommerwochenende bei Motorradunfällen auf Bergstrassen in Oberbayern sterben. Bedenkt man, wie viele Millionen Menschen sich tagtäglich in die Fluten eines der fünf Weltmeere stürzen, ist die Gefahr, die von Haien für Menschen ausgeht, weitaus geringer, als allgemein angenommen wird. Und dennoch sind Haie bei Menschen wie kaum ein anderes Tier gefürchtet. Obwohl es bei den Haiarten der Malediven keine Revierkämpfe gibt, sind auch dort Respekt und Vorsicht geboten. Friedlich am Boden liegende Ammenhaie darf man bewundern, aber nicht berühren oder gar festhalten. Wenn man in Höhlen oder Durchgängen taucht, sollte man stets genug Platz zwischen sich und der Riffewand lassen. Ein Hai, der friedlich in der Höhle liegt, könnte sich bedroht fühlen, wenn er seinen Fluchtweg versperrt glaubt. Und die Angst des Hais vor dem Menschen ist alles andere als unbegründet.

Tiger Hai
Quelle: bigmarinefish.com

Wir fangen pro Jahr etwa 100 Millionen Haie als Trophäen, als Rohstoff für "Naturmedizin" oder als Nahrungsmittel. Das sind pro Sekunde drei von Menschenhand getötete Haie! 2,5 Millionen davon werden von Sportfischern zum Vergnügen getötet. In den meisten Fällen landen die Tiere auf der Müllkippe oder werden schwer verletzt ins Meer zurückgeworfen. Weitere Millionen fallen Fischern zum Opfer, die sie fangen, um ihnen die Flossen abzuschneiden und sie getrocknet in Hongkong, Singapur und Japan zu verkaufen. Weitere Hunderttausende werden nicht gezielt gefangen und getötet, sondern sie verfangen sich als unerwünschter Beifang und den Netzen der Thunfischflotten. Schwer verletzt werden sie ins Boot gezogen und - die "glücklicheren" unter ihnen - wieder ins Meer zurückgeworfen. Häufig ereilt sie aber ein schlimmeres Schicksal. Fischer schneiden ihnen bei lebendigen Leibe nicht nur die Flossen, sondern auch die Geschlechtsteile ab, um sie zur Herstellung von angeblich potenzsteigernden Medikamenten zu verkaufen. Den Rumpf werfen sie lebend ins Meer wieder zurück. Unfähig sich fortzubewegen, sinken die Tiere auf den Meeresgrund und verenden erst Tage später an Blutverlust und Sauerstoffmangel.

Schwarzspitzen Riffhai
Quelle: kiteschule-skywalker.de

69 Haiarten gelten aus all diesen Gründen als ernsthaft bedroht. Und dennoch gibt es keine internationalen Bestrebungen, die Tiere zu schützen. Sollten die Haie in den kommenden Jahrzehnten aussterben, wird das Gleichgewicht in den Weltmeeren aus den Fugen geraten, denn die Fische haben eine entscheidende Funktion im maritimen Ökosystem. Vor den Küsten Australiens hat die Reduzierung der Haie bereits zu einer explosionsartigen Vermehrung der Robben geführt. Selbst wenn man in den kommenden Jahren ein Gleichgewicht wieder einstellen kann, denn Haie benötigen 20 Jahren bis zur Geschlechtsreife. Danach bringen sie pro Jahr nur ein bis zwei Nachkommen zur Welt. Zudem verlieren sie ihre Brutstätten, die in Mangrovenwäldern entlang der Küsten von Inseln und Kontinenten liegen, deren Bestand stark abnimmt.



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Republic of Maldives

700 km südwestlich der Südspitze Indiens liegt ein Paradies im Indischen Ozean.
Die Malediven sind ein bezauberndes Archipel aus 1'196 Inseln in 19 Inselgruppen ganz unterschiedlichen Charakters, mit zarten Korallenriffen und Azurblauen Lagunen.
Die Nord-Süd-Ausdehnung der Malediven beträgt etwa 800 km und die Ost-West-Ausdehnung an der breitesten Stelle 130 km.

Quelle: Google Maps

Malediven Highlights

Malediven Geschichte im Überblick:
- 4000 Jahre alte Archäologische Funde
- Jahrhunderte des Buddhismus
- Arabische Einfluss und Islam als Staatsreligion
- Beginn europäischen Enflusses
- Unabhängigkeit und UNO-Beitritt
- Malediven und Tourismus
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Quelle: world-tourismus.com