Die Suvadiva Inseln

Die Suvadiva Inseln

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Die Suvadiva Inseln

Addoo und Foammulah sind Namen, denen man auf den Malediven immer wieder begegnet, obwohl kaum jemand diese beiden Atolle jemals besucht hat.
Sehr viele Hotelangestellte stammen von diesen Atollen knapp südlich des Äquators und sie werden mit Begeisterung von ihrer Heimat erzählen, wenn man sie danach fragt.

Im Unterschied zu den Maledivern im Norden des Landes sind die Bewohner der drei Atolle in Äquatornähe allem Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und im Umgang damit selbstbewusst.

Seit Jahrhunderten sind sie den Besuch fremder Seeleute gewohnt, die durch den One and Half Degree Channel und den Äquatorialkanal von Afrika und Europa nach Indien, Indonesien und China reisten. Die Inselbewohner haben mit ihnen gehandelt, Waren produziert, nach Sri Lanka und sogar bis Sumatra exportiert und den Schiffen Proviant in Form von getrockneten Thunfisch verkauft. Im Vergleich dazu führen die Malediver weiter nördlich ein introvertiertes, gleichförmiges und ungefährliches Leben. Die fehlenden Erfahrungen mit fremden Kulturen machen es für sie ungleich schwerer, mit dem Tourismus und der ins Land kommenden westlichen Lebensweise zurechtzukommen, als den Einwohnern die Atolle in Äquatornähe. Diese kennen - nicht zuletzt wegen der einst auf Gan stationierten Garnison der Royal Air Force - bereits seit Jahrzehnten die Eigenarten der Europäer, und sie lernen in der Schule schon sehr früh die englische Sprache.

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Quelle: malediven-tourismus.com

Wenn man mit einem Malediver aus Addoo oder Foammulah über die gesetzlich festgeschriebene Trennung von Tourismusinseln und Fischerinseln spricht, wird man feststellen, dass er diese Politik nicht für notwendig hält. Er ist sicher, auch ohne diese Trennung seine Kultur erhalten zu können, wie es schon seine Vorfahren unter den wechselnden Einflüssen aus Asien und Europa konnten. Für Bewohner der nördlicheren Atolle wird ein solcher Gedanken erst seit einigen Jahren überhaupt vorstellbar. Erstmals 1998 hat Staatspräsident Gayoom in einer Festansprache darauf hingewiesen, dass es in den Verhaltens- und Denkweisen der Besucher aus dem Westen manche durchaus nachahmenswerte Details geben könnte. Ein mit der Regierung verbundener Unternehmen in der Tourismusindustrie hat gar geäussert, dass man das Verbot von Hotelbauten auf bewohnten Inseln vielleicht doch überdenken könnte.

Die Unterschiede in der Mentalität dürften denn auch für die zeitweilig politischen Spannungen zwischen den drei südlichsten und den übrigen Atollen des Landes verantwortlich gewesen sein. Als die Regierung unter Präsident Nasir 1959 den Pachtvertrag für die im Adoo-Atoll gelegene Insel Gan auflöste, sagten sich die drei südlichen Atolle, die von dem britischen Stützpunkt profitierten, von der Republik Malediven los und riefen die unabhängige Republik "United Suvadiva Island" aus. Der bis heute populäre Abdullah Afif Didi wurde zum Staatspräsidenten erklärt, und die junge Republik gründete eigene Banken und einen Handelsstützpunkt. Als allerdings 1962 Kanonenboote aus Male im Atoll auftauchten, musste Abdullah Afif Didi - mit englischer Hilfe - fliehen. Die abtrünnigen Atolle wurden schnell wieder in die Verwaltung der Republik Malediven eingegliedert.

Interessiert Sie auch:

Suvadiva Inseln:

  • Huvadhoo Atoll
  • Addoo Atoll
  • Foammulah Atoll


Quelle: malediven-tourismus.com

Republic of Maldives

700 km südwestlich der Südspitze Indiens liegt ein Paradies im Indischen Ozean.
Die Malediven sind ein bezauberndes Archipel aus 1'196 Inseln in 19 Inselgruppen ganz unterschiedlichen Charakters, mit zarten Korallenriffen und Azurblauen Lagunen.
Die Nord-Süd-Ausdehnung der Malediven beträgt etwa 800 km und die Ost-West-Ausdehnung an der breitesten Stelle 130 km.

Quelle: Google Maps

Malediven Highlights

Malediven Geschichte im Überblick:
- 4000 Jahre alte Archäologische Funde
- Jahrhunderte des Buddhismus
- Arabische Einfluss und Islam als Staatsreligion
- Beginn europäischen Enflusses
- Unabhängigkeit und UNO-Beitritt
- Malediven und Tourismus
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Quelle: world-tourismus.com